Presseinformation
12. Mai 2003
  Chancen für weibliche Führungskräfte

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Fraunhofer-Gesellschaft
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Noch sind Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen unterrepräsentiert und nur wenigen gelingt der Aufstieg in Führungspositionen. Um die Karrierechancen weiblicher Nachwuchskräfte zu verbessern, beteiligt sich die Fraunhofer-Gesellschaft auch in diesem Jahr wieder am Programm Cross-Mentoring München.

»Die volle Nutzung des riesigen weiblichen Potenzials bietet einen unschätzbaren Wettbewerbsvorteil. Dies zeigt deutlich ein Vergleich der wirtschaftlichen Leistungskraft von Gesellschaften, in denen Mädchen gleichberechtigt ausgebildet werden, mit anderen, wo das nicht geschieht, oder vielleicht sogar verhindert wird«, sagt Dr. Dirk Meints Polter, Personalvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft. Um die Karrierechancen junger weiblicher Führungskräfte zu fördern, wird er in diesem Jahr selbst einer der Mentoren im Programm Cross-Mentoring München: Er wird eine weibliche Nachwuchskraft von Siemens auf ihrem Karriereweg begleiten und ihr, gestützt auf seine eigenen Erfahrungen, Tipps geben.

Die Förderung von weiblichen Nachwuchskräften ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft. Sie ist mit ihren 57 Forschungseinrichtungen an Standorten in der gesamten Bundesrepublik die führende Trägerorganisation für angewandte Forschung in Europa. Insgesamt beschäftigt die Fraunhofer-Gesellschaft rund 12 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die meisten von ihnen haben eine technische oder naturwissenschaftliche Ausbildung. Da Frauen in diesen Berufen traditionell in der Minderzahl sind, sind sie in den Führungspositionen der Fraunhofer-Gesellschaft noch immer unterrepräsentiert.

»Mit Mentoring-Programmen lassen sich die Karrierechancen von Frauen verbessern«, weiß Dirk Meints Polter. Erste, positive Erfahrungen lieferte ein Pilotprojekt zum internen Mentoring, das im Jahre 2000 an fünf Fraunhofer-Instituten durchgeführt wurde. Das Mentoring-Programm ist mittlerweile als Instrument der Personalentwick-lung etabliert und steht allen Wissenschaftlerinnen offen. Im vergangenen Jahr wurden elf erfolgreiche »Tandems« gebildet.

Mit dem Einstieg in das Cross-Mentoring-Programm, das 2001 in München ins Leben gerufen wurde, erweiterte die Fraunhofer-Gesellschaft ihr Engagement für weibliche Führungskräfte über den Rand der eigenen Organisation hinaus: Mitarbeiterinnen der Zentrale in München haben die Chance, einen Mentor in einem der Partnerunternehmen zu finden, während umgekehrt Führungskräfte innerhalb der Zentrale als Mentoren für weibliche Nachwuchskräfte aus anderen Firmen zur Verfügung stehen.

»Das Cross-Mentoring über Firmengrenzen hinweg hat den Vorteil, dass Netzwerke entstehen, die weit über betriebsinterne Beziehungen hinausgehen. Frauen bekommen zudem die Möglichkeit, andere Unternehmenskulturen und -strategien kennen zu lernen«, resümiert Polter: »Auf diese Weise lässt sich der Anteil an weiblichen Führungskräften auch in naturwissenschaftlich-technisch ausgerichteten Unternehmen erhöhen.«

Die Auftaktveranstaltung der dritten Runde des Cross-Mentoring München, an der 25 Tandems aus zehn Unternehmen teilnehmen, findet am Freitag, 16. Mai 2003 um 10 Uhr im Münchner Rathaus statt. Im Anschluss an die Veranstaltung - gegen 12 Uhr - stehen die Beteiligten für Interviews zur Verfügung.

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